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Archiv für 'ubuntu'

Flash für Opera unter Ubuntu

26.11.2008

Wer bereits für Firefox Flash installiert hat, kann nach dieser Anleitung im Handumdrehen Flash auch für Opera aktivieren. Was mir bei Opera auch sehr gut gefällt, ist, dass ich – im Gegensatz zu Firefox (aber evtl. habe ich es auch einfach nur nicht entdeckt) – die URLs für die Searchengines oben rechts unter Tools -> Preferences -> Search anpassen kann, so z. B. die deutsche Wikipedia statt der englischen.

Ich “teste” im übrigen gerade Opera, weil mir Firefox 3 zuletzt wirklich auf die Nerven ging:

  • Beim Eintippen eines URLs sucht Firefox in der History, um Vorschläge anzubieten. Dieser Vorgang verhindert das weitere Eintippen und dauert einfach zu lange.
  • Dass das Speichern oder Nicht-Speichern von Passworteingaben nicht mehr über die Tastatur gesteuert werden kann, ist eine Usability-Katastrophe.
  • Beim Schließen wird grundsätzlich die fehlende Rückmeldung einer Website gemeldet (ich lasse etwa vier Tabs geöffnet), weswegen Firefox nicht geschlossen werden könnte. Nach zwei Sekunden schließt sich Firefox dann jedoch.

Bis jetzt bin ich mit dem Wechsel jedenfalls recht zufrieden.

Mobiles Surfen unter Linux

12.10.2008

Notebooks rühmen sich gerne damit, mobiles Arbeiten zu ermöglichen. Möchte man aber unterwegs das Internet nutzen, kann man entweder auf schlecht geschütze WLANs hoffen oder sich nach einer DSL Flat für unterwegs umschauen.
Meine Wahl fiel auf den Surf Stick von O2. Auschlaggebend war die Tatsache, das es sich zum Zeitpunkt des Kaufs um das einzige Angebot mit einer Flatrate handelte. Einmal Flat immer Flat – auf ein ständiges im Auge behalten des Datenvolumens kann ich sehr gut verzichten. Bevor das hier nach Werbung aussieht sei darauf hingewiesen, dass es mittlerweile ähnliche Angebote  von fast allen Mobilfunkanbietern auf dem deutschen Markt gibt. Dabei ist die Hardware von einem “UMTS USB Stick“, “web’n'walk stick“, “MC USB Stick” oder wie auch immer ihn die jeweilige Marketingabteilung genannt hat nahezu identisch. Es ist ein HUAWEI E220 hsdpa umts stick. Folglich tun sie sich bezüglich Geschwindigkeit auch nicht viel.

Laut Werbeprospekt ermöglicht mein O2-Stick eine Geschwindigkeit von bis zu 3,6 Mbit/s. Im folgenden einige Meßwerte im Vergleich zu einem 6 Mbit DSL Festnetzanschluss:

3,6 Mbit O2 mobile Stick
Download Speed: 1856 kbps (232 KB/sec transfer rate)
Upload Speed: 340 kbps (42.5 KB/sec transfer rate)

6 Mbit Festnetz DSL
Download Speed: 6507 kbps (813.4 KB/sec transfer rate)
Upload Speed: 590 kbps (73.8 KB/sec transfer rate)

Wie man sieht hat die Zahl wenig zu sagen, der Festnetzanschluss ist  deutlich näher an der versprochenen MBit/s-Angabe. Allerdings reichen die Werte des Surfsticks um sich damit ohne größere Einschränkungen durchs Internet zu bewegen, und auch kleinere Downloads bis 200 MB lassen nicht allzulange auf sich warten. Dazu muss man natürllich sagen, dass obige Werte nur eine Stichprobe darstellen und von Ort zu Ort unterschiedlich ausfallen werden. Allgemein hatte ich bisher in Städten keinerlei Verbindungseinschränkungen, im Umland allerdings auch schonmal nostalgische 56 kBit/s.

Installation

Unter Win und Mac sorgt die auf dem Stick untergebrachte Software für eine sehr angenehme Installation. Sie installiert sich ohne Probleme bei der ersten Verbindung mit dem USB-Port.

Unter Linux sieht das Ganze schon etwas schwieriger aus. Auf meine Supportanfrage erhielt ich eine Absage: “Linux wird derzeit leider nicht unterstützt”. Folglich wollte man mir auch nicht das in einigen Foren angepriesene Installationspaket o2_umts.deb zuschicken.

Allen, die auch unter Linux online bleiben wollen, hilft folgende Anleitung (getestet unter Ubuntu):

Zunächst muss das Programm umtsmon (derzeitige Version 0.8) installiert werden. Da es sich leider noch nicht in den Ubuntu-Quellen befindet, geschieht dies “zu Fuß”.

#download mit wget
wget http://dfn.dl.sourceforge.net/sourceforge/umtsmon/umtsmon-0.8.i386.tar.gz

#entpacken
tar xzf umtsmon-0.8.i386.tar.gz

#in den dafür gedachten Programmordner kopieren, z.B. unter Ubuntu /usr/local/bin
sudo mv umtsmon-0.8/umtsmon /usr/local/bin/

#löschen des nicht mehr benötigten Archivs
rm umtsmon-0.8.i386.tar.gz

#starten mit
umtsmon

Sollte das System an dieser Stelle über fehlende Berechtigungen berichten, können diese mit einem Klick auf fix behoben werden.

Wer nun denkt: “Das war’s”, ärgert sich leider über eine Fehlermeldung.

Die Lösung fand ich auf einer Seite über Carrier Internet Settings:

Carrier  APN  Username  Password  Gateway (Optional)
D2 Vodafone   web.vodafone.de   [any]   [any]   DNS: 139.7.30.125, 139.7.30.126 
E-Plus  internet.eplus.de   eplus   gprs  DNS: 212.023.97.2, 212.23.97.3 
D1 T-Mobile   internet.t-d1.de   td1   gprs   DNS: 193.254.160.1 
Quam quam.de quam quam  
O2 (Viag Interkom)   internet   [blank]   [blank]   DNS: 195.182.096.28, 195.182.96.61 

Um sich bei O2 einzuwählen, muss man den APN “internet” (soviel zu sinnvollen Namespaces ;) ) verwenden, ohne Angabe von Nutzername und Passwort. Obige Tabelle beinhaltet die entsprechenden Angaben für die gängigsten deutschen Mobilfunkanbieter.

Hoffe das hilft jemandem – Viel Spaß beim mobilen Surfen!

Firefox 3 auf Ubuntu Feisty

18.06.2008

Gestern habe ich Firefox 3 auf meinem Ubuntu Feisty installiert. Hinweise und Anleitungen zur Installation und Integration in das Anwendungsmenü von Gnome existieren zahlreich im Netz. Viele funktionierten nicht, wie ich leider erfahren musste. Wie funktionierte es also? Zunächst Firefox 3 hier herunterladen. Den Ordner “firefox” nach /opt verschieben. Per Terminal in den Plugin-Ordner wechseln: cd /opt/firefox/plugins/. Dann der Anleitung vom Ubuntugeek von dem Punkt folgen, in der im Plugin-Ordner der Symlink erstellt wird (sudo ln -s /usr/lib/mozilla-firefox/plugins/*).

Danach konnte Firefox 3 über das Menü Anwendungen -> Internet wie gewohnt gestartet werden. Das Default-Gnome-Theme lässt den Firefox allerdings wie Epiphany anmuten, also nicht besonders frisch. Gefühlt ist Firefox 3 schon einmal schneller als sein Vorgänger…

p.s. Ubuntu und Röhrenmonitore

17.04.2007

Andreas Stephan hatte an dieser Stelle bereits über erste positive Erfahrungen mit der Debian-Distribution Ubuntu berichtet. Nun vollziehe auch ich den Wechsel von Windows zu Linux und habe mir Ubuntu (6.10 „Edgy Eft“) auf einem Arbeitsrechner installiert. Zur Zeit setze ich für diesen noch einen Röhrenmonitor ein, für den sich nach der Installation von Ubuntu die Bildwiederholfrequenz nicht über 60Hz einstellen ließ. Die verwendete Grafikkarte ist eine schon recht alte Geforce. Bei der Recherche nach einer Lösung hatte ich den Eindruck, dass auch viele andere mit diesem Problem zu kämpfen haben. Deshalb schreibe ich kurz über einen Lösungsweg, der zum Erfolg geführt hat.
Die Einstellungen u. a. für Monitor und Grafikkarte werden in der Datei /etc/X11/xorg.conf vorgenommen. Das Editieren dieser Datei sollte der Anwender mit Vorsicht tun, da bei fehlerhaften Einstellungen X-Server u. U. nicht mehr startet. Darum am besten vor dem Editieren ein Backup der Datei sichern und das Manual über die Eingabe von man xorg.conf auf der Shell konsultieren. Der Abschnitt
Section "Monitor"
Identifier "generic monitor"
Option "DPMS"
HorizSync 30-95
VertRefresh 50-160
EndSection

definiert per default die horizontale und vertikale Wiederholfrequenz (HorizSync und VertRefresh). Ich habe einfach beide Zeilen gelöscht (alternativ: auskommentieren) und konnte nach einem Neustart von X-Server die Bildwiederholfrequenz auf anwenderfreundliche 85Hz einstellen.

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