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Archiv für 'werbung'

Next07 Rüblick - Werbemodelle im Longtail - shoppero

09.05.2007

Eigentlich ist in den letzten Tagen ja schon so viel über shoppero geschrieben worden, dass ich das ja gar nicht mehr müsste. Ich fand Nikos Vortrag aber recht interessant und es bietet sich an, hier mal auf die zahlreichen negativen Stimmen zu reagieren.

Niko ging es in seinem Vortrag die Monetarisierung des Longtail. Bei seinem neuen Baby shoppero, das eine Stunde zuvor gelauncht war, können Nutzer Produkte einstellen, die sie interessieren, und diese in sog. Adgets kombinieren. Diese Adgets können dann anschließend auf anderen Seiten eingebunden werden.

Die Nutzer partizipieren an den erzielten Erlösen von Shoppero. Dabei erhalten sie 60 Prozent der Erlöse, die durch Klicks über ihre Adgets auf Shoppero landen, 20 Prozent durch direkte Besuche auf ihrer Shoppero-Seite. Wieviel dass dann im Einzelnen wirklich nachher ist und ob sich das lohnt, wird mittlerweile eifrig diskutiert.Dabei hat Shoppero vor allem Nutzer im Auge, die die 100 Dollar Google Adsense Hürde selten knacken. Bei Shoppero liegt diese bei 25 Euro, was sich evtl. einfacher erreichen lässt. Gut daran finde ich vor allem, dass die Nutzer, die Shoppero-Adgest einbinden, selbst entscheiden, was auf ihren Seiten beworben wird. AdSense liefert halt doch gelegentlich absurde Werbung aus.

Shoppero hat neben den Bloggern vor allem Social Networks im Auge auf denn man Widgets einbinden kann. Mir ist zwar nicht bekannt, dass das irgendwo geht, aber shoppero strebt zu diesem Zweck Kooperationen mit Social Networking Sites an.

Niko schaffte es allerdings nicht ganz, das Publikum komplett von Shoppero zu überzeugen, wie er ja auch schon selbstkritisch feststellte. Dafür blieben zu viele Fragen offen:

  • Was ist der Unterscheid zu klassichem Affiliate?
  • Ist Shoppero nicht irgendwie CIAO meets Amazon?
  • Wer verkaft da eigentlich die Produkte?

Update: Jetzt gbts auch das Video zu Nikos Vortrag
Medium: de.sevenload.com
Link: de.sevenload.com

Fazit

Eigenwerbung für ein SEHR junges Produkt, bei dem einige Fragen offen blieben, aber sicher ein interessantes Modell.

Meine Gedanken zu shoppero

Aufgrund der hitzigen Diskussion, die in den letzen Tagen über shoppero geführt wurde, muss ich mich dazu mal zu Wort melden. Sicher sind die zunächst meisen AGBs (mittlerweile gefixt) und die Möglickeit zu XSS-Attacken (dazu hab ich nichts neues fidnen könen) gerade auf Social-Commerce-Sites ein Riesenfauxpas - das MUSS man kritisieren. Allerdings finde ich es absurd, dass shoppero von einigen Blggern jetzt komplett zerrisen wird und kann da nur auf Martin Recke verweisen, dem ich in der Beziehung voll zustimme. Es ist einfach Scheiße, wenn die Beteiligung der Nutzer an den Erlösen komplett in Frage gestellt wird, ohne dass es jemand überhaupt bis zum Ende verstanden oder ausprobiert hat (hier nochmal ein Erklärungsversuch von Niko). Die Idee ist doch sympatisch. Gebt den Jungs also ne faire Chance. Ein großer Schuss vor den Bug reicht erstmal. Die Aufmerksamkeit ist da. Nochmal kann sich shoppero sowas nicht leisten.

Das Einzige was man ihnen wirklich vorwerfen kann, ist, dass sie das Ganze mit viel zu heißer Nadel gestrickt haben und lieber noch mal 2 Wochen in das Fixing der gröbsten Fehler gesteckt hätte. Gerade bei Seiten, bei denen es um echtes Geld geht, ist das essentiell.

Aufgrund der Erfahrung von Lumma und seinem bisher guten Ruf, bin ich mir aber sicher, dass shoppero kein Windei ist. Deshalb gehe ich auch fest davon aus, dass sich die Wogen bald glätten werden. Ob sich der Schaden, der durch die Berichterstattung in den letzten Tagen entstanden ist, beheben oder eingrenzen lässt, bleibt abzuwarten.

Sao Paulo verbietet Plakatwerbung

16.04.2007

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